I AM BACK
Mai 3rd, 2010Seit 2. Mai 2010 16:00 bin ich zurück in Wien :)))
| Klaus auf Reise |
| Round the World 2009/2010 |
Seit 2. Mai 2010 16:00 bin ich zurück in Wien :)))
Am 29. märz betreten wir in astana, der neuen hauptstadt, erstmals den boden kasachstans. Nun, viele werden nicht viel mit diesem doch eher exotischen reiseziel nicht viel anfangen können. Wer sind die kasachen überhaupt? In kurzform: entstammend von mongolen und überlebenden der eroberungsfeldzüge, etwa im 15. jahrhundert spalten sich die nördliche stämme zu kasachen und die südlichen zu usbeken.
Wir haben etwa 8 stunden in der hauptastdt, welche ende der 90er jahre verlegt wurde. Ein gigantisches bauprojekt soll das gesicht des zentrums prägen, geplanter fertigstellungstermin etwa 2012. bürogebäude, appartments, regierungsgebäude, parks, monumente, geschäfte, wolkenkratzer, türme … dank enormer öl und gasvorkommen, aber auch dank ausländischer investoren ist kapital vorhanden. Kasachstan ist sicher anders als man es sich vorstellt, viel moderner und „entwickelter“.
Witzig ist hier das system der taxis. Es gibt offizielle taxis und alle anderen autos. Das heisst man stellt sich an den strassenrand, streckt die hand aus, und irgendjemand bleibt stehen, man handelt einen preis aus und ab geht’s. So verdienen sich die einheimischen ein paar extra euros.
In astana am bahnhof treffen wir christian aus stuttgart, er arbeitet mit gregori im antiquitätenhandel, aber mehr als nebenjob da er noch studiert.
Abends machen wir 4 uns gemeinsam auf den weg per zug nach almaty, der größten stadt kasachstans. Wir beziehen ein apartment für 30 dollar die nacht.
Die ersten tage sind stressig.wir verbringen stunden um mein usbekistan visum anzusuchen, treffen dabei einen haufen touristen, belgier, briten, einen israeli mit österreichischem pass und einen amerikaner der 18 monate auf tour ist, von singapur nach new york, ohne flüge zwischendurch, u.a. durch pakistan!
Nur eine halbe stunde von almaty liegt ein beeindruckendes alpinzentrum in den bergen, wir nehmen den sessellift bis auf 3000m. Die skipisten sind beeindruckend, brauchen sich vor österreichischen in keinster weise zu verstecken. Der abend wird ein einer art türkischen bad prolongiert. Saunas so heiß ich sie noch nicht erlebt habe, eine herrliche massage, sich peitschen mit blätterwedeln.
Insgesamt ist es ratsam sich von polizisten fernzuhalten. Sie kontrollieren gerne die dokumente und einige sind wohl auf der suche nach ein wenig extraverdienst. Sonst sind die leute freundlich und unaufdringlich.
Die anderen 3 fahren übers wochenende nach kirgistan, da ich kein visum habe bleibe ich im apartment. Da die tage davor sehr stressig ware genieße ich das nichtstun, internet, und ein paar filme am laptop, die verfilmte millennium trilogie von stieg larsson und die doku „long way round“ mit ewan mcgregor.
Der 17.märz 2010. Gemeinsam mit phillip mache ich mich auf den weg gen russland. unser erstes ziel ist st. petersburg. Am flughafen wartet bereits gregori auf uns. er ist ein freund von phillip, die beiden haben sich in sri lanka kennengelernt. Gregori ist antiquitätenhändler, spezialisiert auf medaillen. er hat eine wohnung im süden st. petersburg, phillip und ich haben das gästezimmer. Es ist mitte märz, nichtsdestotrotz meterhoher schnee und bitterkalt. Der frühling schläft noch.
Schon mal vorweg, st. petersburg ist einer der schönsten städte europas die ich kenne. Es hat nicht einen kleine-gassen charme, eher etwas zaristisch-pompöses. Besonders beeindruckend sicher der sommerpalast, der teilweise das weltberühmte hermitage museum beherbergt, als auch der winterpalast inklusive garten, benannt nach der berühmten regentin katharina, etwa 20km von st. petersburg gelegen. Gregori ist ein perfekter fremdenführer, bedingt durch seinen beruf hat er ein unermessliches wissen über die geschichte russlands. Apropos hermitage, welches zu den top museen der welt gehört. Mir fallen nur 3 worte dazu ein: wow, wow, wow. Nicht nur die riesige kollektion, auch das palastinnere ist atemberaubend.
Am freitag abend dem 19. nehmen phillip und ich einen nachtzug nach moskau. nastja, eine freundin von gregoris schwester lädt uns auf ein langes wochenende ein. Der zug, die billige klasse, ist überraschend modern und sauber. Dieser zug wurde übrigens vor einigen jahren das ziel eines bombenattentats.
Samstag in der früh wartet nastja mit unseren namen auf einen grossen zettel geschrieben am bahnhof auf uns. Ein zwischenstopp in ihrer wohung auf ein frühstück, nastja wohnt mit ihrer mutter zusammen in einer 3 zimmerwohnung.
Nach würstchen und kartoffeln führt uns nastja mit ihrem auto entlang der 3 ringstrassen rund ums zentrum, man bekommt einen guten ersten eindruck von der stadt. Beim roten platz werden wir abgesetzt da nastja ihren flamenco kurs nicht verpassen will. Der erste eindruck vom einen der berühmtesten plätze der welt ist ein wenig ernüchternd, mag auch am schlechten wetter liegen, aber so richtig beeindruckt war ich nicht, beeinflusst wohl von der bildern im fernsehen mit den mächtigen militärparaden.
2 stunden beträgt die wartezeit bis wir an der reihe sind das mausoleum lenins zu betreten, sein leichnam ist dort aufbewahrt, wirkt wie eine puppe so künstlich sind die gesichtszüge.
Am späten nachmittag holt uns nastja mit einer freundin, xenia, wieder vom roten platz ab. Gemeinsam geht’s zum victorypark, gelegen auf einem kleinen hügel, mit guter aussicht auf die stadt. Eine weitere freundin von nastja, nina, schließt sich uns an. Zu fünft haben wir im park viel spass, beklettern ausgestellte panzer, es gibt diverse monumente und viel schnee. Außerdem ausgestellte kriegsschiffe, kanonen usw.
am abend werden nina, phillip und ich von nastja bekocht. Es fließt einiges an prozentigem, ohne viel ins detail zu gehen einer meiner besten abende seit langer zeit :).
Der tag danach ist von einem ungeheurem hangover überschattet. Nastja macht mit phillip und mir einen ausflug anch pereslavsl zalessky, etwa 120 km von moskau. An einem see gelegen eine stadt mit ein paar museen und beeindruckenden klosteranlagen, traditionelle holzhäuser und einfach typisch russisches leben abseits der großstädte.
Am montag abend geht es per zug zurück nach st. petersburg. Die letzten tage wird der rest der stadt erkundet, wie peter&paul fortress oder das militärmuseum. Last but not least der kremlin. Was ist eigentlich der kremlin? . Bezeichnet wird damit das von einer befestigungsmauer umgebene politische und geistliche zentrum moskaus (man zahlt eintritt und wird gründlichst gefilzt). Administrationsgebäude, museen, krichen, kleiner park, durchzogen von straßen, also quasi eine stadt in der stadt.
Russland ist definitiv eine positive überraschung. Man ist mit deutlich weniger armut konfrontiert als erwartet, kaum betrunkene auf den strassen (was auch an der enormen polizeipräsenz liegen dürfte). Relativ saubere strassen, extrem viele neue/teure autos. Die gastfreundschaft die wir erlebt haben war grenzenlos. Die ubahnen nicht ganz so überfüllt und das preisniveau niedriger und es wär perfekt :). moskau gilt als einer der teuersten städte überhaupt, als tourist der bei einheimischen übernachten kann merkt man aber nicht viel davon solange man den restaurants, bars und boutiquen fernbleibt.. Eine ubahnfahrt halber euro, bier im lokal 2 euro. Dafür kostet eine levisjeans an die 150 euro hab ich mir sagen lassen.
Am 26. abends startet für gregori, phillip und mich ein 2 tage und 11 stunden zugmarathon nach kasachstan …
In knappen 5 Stunden wartet ein Minibus auf mich der mich zum Bangkok International Airport bringt. Dann ein wahrer Flugmarathon … Bangkok - Hongkong - London - Wien.
Sobald ich in Wien bin, am 1. Maerz um 10 Uhr lande ich, werd ich damit beschaeftigt sein die Visas fuer Russland und Zentralasien zu besorgen. Am 8. Maerz landet Philip in Wien. Wir werden unter anderen fuer ein Wochenende nach Prag fahren. Am 17. Maerz fliegen wir nach St. Petersburg. Meine endgueltige Rueckehr nach Wien ist der 24. April.
Die Blogeintraege von Singapur&Malaysia und Thailand haben noch keine Text. Mittlerweile bin ich ein wenig schreibmuede, aber bei Gelegenheit werd ich das nachholen, versprochen ;).

Im Kampf mit Mafiosi Pizzas!